Die Zimmermannsgilde Dingelsdorf e.V.

hat Ihren Ursprung in den Jahren 1983 bis 1985. Die Idee dazu hatte der damalige Oberholzer Gerhard Bammert. Da sich keiner richtig sicher war, wurde das Jahr 1985 offiziell als Gründungsjahr angegeben. Wie kam es eigentlich zu dieser Gründung? Schon vor Jahrzehnten wurde der Narrenbaum von einigen Dingesldorfer Holzhauern, Landwirten und Handwerkern am Schmotzigen Dunschtig in Dingelsdorf gestellt.

Bis Mitte der 50er Jahre wurde diese Arbeit (oder Vergnügen – wie man es sieht) noch mit Pferden erledigt.
Erst ab 1956/57 kam dann der erste Traktor zum Einsatz – was für ein Fortschritt. In den 70er Jahren war sogar ein ganzer Kegelclub (mit Ernst Kudermann und Sepp Hornstein) in der Holzergruppe. In dieser Zeit veränderte sich auch das Aussehen der Holzer. Man trug eine Weste mit echtem Hasenfell auf dem Rücken. Kurz bevor der Narrenverein Ala-Bock ihre Aufnahme in die Narrenvereinigung Hegau-Bodensee feierte, wurden die Holzer noch einmal durch einige Neuzugänge verstärkt. Nach diesem einmaligen Event kam man auf die Idee sich auch im Aussehen zu verändern. Man einigte sich auf die Arbeitskleidung eines Zimmermannes. Der Grundstein für die Zimmermannsgilde war nun gelegt. Im Jahr 1989 legte Gerhard Bammert aus gesundheitlichen und privaten Gründen das Amt als Oberholzer nieder. Nach einem spannenden Wahlgang wurde Thomas Stader zum neuen Oberholzer gewählt. Die Zahl der Holzer wuchs stetig und mit der Mitgliederzahl wuchsen auch unsere Aufgaben.

Inzwischen blieb es nicht nur beim Narrenbaum stellen in Dingelsdorf und Oberdorf. In Stahringen, Litzelstetten und seit 2010 auf der Insel Mainau wurden schon Narrenbäume von uns gestellt. Dazu kommen noch einige Bewirtungsaufgaben (z.B. 25 Jahre Eingemeindung, Aktionstag bei der Firma Kögel), Mitwirken bei der Kinderbelustigung am Rosenmontag und nicht zuletzt schon seit 7 Jahren unser Holzerball. Im Jahr 2006 wurde die Eintragung in das Vereinsregister beim Amtsgericht Konstanz beantragt und im Oktober 2006 genehmigt.

Mit nun 22 Mitgliedern hat sich die Zahl seit 1982 sogar verdoppelt. Nun möchte ich die Gelegenheit noch nutzen und mich bei den Oberdorfer Familien Johanna und Ernst Gieß, Gertrud und Fridolin Romer sowie Luzia und Heinrich Fuchs für die jahrzehntelange Bewirtung am Schmotzigen bedanken. Einen herzlichen Danke auch an Adolf Sulger und Bernd Stich für die gute und freundschaftliche Zusammenarbeit. Danke natürlich auch an den amtierenden Präsidenten Bernd Renz und seine Elfer für die gute Zusammenarbeit.

Thomas Stader, Präsident